Der Ertragswert eines Vermögensgegenstandes, wie beispielsweise eines Wertpapiers oder eines Unternehmens, gibt unter Berücksichtigung eines Kalkulationszinsfußes und der Erträge, die der Vermögensgegenstand in der Zukunft erzielen wird (Dividenden, Gewinne), an, wie hoch der Wert des Gegenstands in der Gegenwart ist. Im zeitlichen Einperiodenmodell wird der Ertragswert durch die Division des Ertrages durch den Zinssatz und die anschließende Multiplikation des Quotienten mit dem Faktor 100 ermittelt. Der Ertragswert dient dazu, den Wert von Unternehmen und Aktien zumindest näherungsweise zu bestimmen. Auch wenn zukünftige Erträge stets unsicher sind, dient der Ertragswert dazu, das Chance-Risiko-Profil einer Investition abzuschätzen: Die Rendite einer unsicheren Investition sollte deutlich über der einer Investition in sichere Staatsanleihen liegen.
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