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Bundesschatzbriefe: Sicher, transparent, gebührenfrei


Tipp von Redaktion

Die deutschen Sparer sind seit je her vergleichsweise risikoavers. Im Trend liegen Anlagen, die sicher sind und darüber hinaus mit Transparenz und geringen Spesen überzeugen können. Im Umfeld der weltweiten Finanzkrise erfreut sich deshalb ein althergebrachtes Anlagevehikel besonders starken Zulaufs: Die Finanzagentur des Bundes verzeichnet steigende Nachfrage nach Bundesschatzbriefen. Das Prinzip der Anlage ist einfach: Anleger legen ihr Geld für einige Jahre an und erhalten im Gegenzug zwar nicht allzu hohe, dafür aber sehr sichere Zinsen. Das Ausfallrisiko ist bei Bundessschatzbriefen nahezu nicht existent. Die Wertpapiere werden nicht an der Börse gehandelt und unterliegen damit keinem Kursrisiko. Über ein kostenfreies Schuldbuchkonto bei der Finanzagentur können die Papiere ohne Spesen erworben werden.
Bundesschatzbriefe stehen in zwei verschiedenen Typen zur Auswahl: Typ A ist mit einer Laufzeit von sechs Jahren ausgestattet und schüttet einmal im Jahr Zinsen aus. Die Verzinsung ist dabei progressiv gestaffelt, d.h. der jährliche Zinssatz steigt im Zeitverlauf um jeweils 25 Basispunkte an. Typ B verzeichnet eine Laufzeit von sieben Jahren und thesauriert die angelaufenen Zinsen, die ebenfalls einer progressiv gestalteten Staffelung unterliegen. Beide Wertpapiertypen müssen grundsätzlich bis zu Fälligkeit gehalten werden und sind nicht vorzeitig liquidierbar. Die Finanzagentur erlaubt allerdings die Rückgabe von Schatzbriefen im Gegenwert von 5000 Euro pro Person und Kalendermonat.
Bundesschatzbriefe eignen sich für defensiv aufgestellte Anleger, die ihr Kapital keinem Risiko aussetzen möchten und Wert auf eine kalkulierbare Rendite legen. Die kostenfreie Unterhaltung und Abwicklung stellt einen zusätzlichen Pluspunkt für die Papiere dar. Die Verzinsung ist allerdings recht gering und gleicht unter Berücksichtigung der Steuer in etwa die Inflation aus – ein realer Wertzuwachs ist – zumindest derzeit – nicht zu erzielen.
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