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Währungsrisiko absichern


Tipp von Redaktion

Investmentgelegenheiten ergeben sich in der modernen Finanzlandschaft beinahe stündlich und erstrecken sich über weltweite Märkte. Die große Freiheit allerdings birgt auch ihre Risiken: Wer in einem anderen Währungsraum investiert, muss bei einer Abwertung des Euro gegenüber der Anlagewährung mit Verlusten rechnen, die auch dann eintreten können, wenn der eigentliche Anlagegegenstand sich positiv entwickelt. Die jüngste Vergangenheit zeigt, dass das Ausmaß von Währungsrisiken beträchtlich sein kann: Im Zuge der Finanzkrise wertete der Euro gegenüber Dollar und Yen stark ab – wer in den betreffenden Währungen investiert war, musste schmerzhafte Verluste in Kauf nehmen.
Währungsrisiken lassen sich allerdings vermeiden, indem eine entsprechende Absicherung vorgenommen wird. So genannte Quantozertifikate eliminieren das Wechselkursrisiko eines Investments und ermöglichen so eine ausschließliche Fokussierung auf den eigentlichen Investmentgegenstand. Ein Gold-Quantozertifikat beispielsweise fixiert den Wechselkurs zwischen Euro und Dollar auf eins. Der Investor partizipiert dann ausschließlich an der Entwicklung des Goldpreises und unterliegt keiner Verwässerung durch den Währungseffekt.
Wie hoch die Kosten der Währungssicherung ausfallen, hängt von verschiedenen Parametern ab. Insbesondere die Zinsdifferenz zwischen den beiden betreffenden Währungsräumen und die Korrelation der Fremdwährung zum Basiswert sind für den Preis der Quanto-Konstruktion entscheidend. Anleger sollten sich dabei vor Augen halten, dass eine Währungssicherung nicht funktioniert wie eine Versicherung. Ist das Zinsniveau im Fremdwährungsraum niedriger als in der Eurozone, kann sogar ein Kostenvorteil für den Investor realisiert werden. Im umgekehrten Fall kosten Quanto-Konstruktionen. Weiterhin gilt für die Kosten ein negativer Zusammenhang zwischen dem Korrelationskoeffizienten zwischen Währung und Basiswert.
Derzeit ist in vielen Währungsräumen das Zinsniveau geringer als in der Eurozone: In Japan, den USA und der Schweiz können Investments daher mitunter einen Zusatzertrag durch die Währungssicherung erwirtschaften.
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