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Riester-Rente: Zusatzversorgung für (fast) jedermann


Tipp von Redaktion

Die gesetzliche Rentenversicherung stöhnt unter den Lasten der demographischen Verschiebungen, die das gesellschaftliche Bild in Deutschland zunehmend verändern und wird schon in wenigen Jahren nicht mehr in der Lage sein, Ruheständlern einen angemessenen Lebensunterhalt zu finanzieren. Ohne private Anstrengungen um den Aufbau einer Zusatzrente lässt sich der gewohnte Wohlstand nicht aufrechterhalten. Der Staat hat vor einigen Jahren Anreize geschaffen, die die Bürger dazu ermuntern sollen, in Eigenregie vorzusorgen. Insbesondere die umgangssprachlich als Riester-Rente bezeichnete Vorsorgevariante erfreut sich dabei wachsender Popularität und wird bereit von mehreren Millionen Sparern genutzt.
Das Prinzip der staatlich geförderten Altersvorsorge ist einfach: Wer vier Prozent seines sozialversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens in einen zertifizierten Vertrag einzahlt, erwirbt den Anspruch auf die vollständigen Zulagen. Diese setzen sich aus der Grundzulage von 154 Euro im Jahr sowie der Kinderzulage von 185 Euro jährlich zusammen. Die maximale Einlage in den Vertrag beläuft sich auf 2100 Euro pro Jahr abzüglich der erhaltenen Zulagen. Die Aufwendungen können im Rahmen des Sonderausgabenabzugs steuerlich geltend gemacht werden.
Die Vertragsguthaben werden wahlweise in einem Banksparplan oder einem Investmentfonds angelegt und erwirtschaften somit im Zeitverlauf Renditen. Die Summe aus Einzahlungen und Erträgen kann mit Vollendung des 60.Lebensjahres in Anspruch genommen werden, wobei maximal 30 Prozent des Vertragsguthabens in Gestalt einer Kapitalabfindung ausgeschüttet werden dürfen und die übrigen Mittel in Form einer lebenslangen monatlichen Rente ausbezahlt werden.
Die Riester-Rene eignet sich für weite Teil der Bevölkerung: Jeder, der sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist oder dem Grunde nach versicherungspflichtig ist, kann die Zulage durch ausreichende Einzahlungen in einen Vertrag erwerben. Auch wenn kein eigenes Einkommen zur Verfügung steht, lohnt der Abschluss: Durch die Einzahlung des Sockelbetrages in Höhe von 60 Euro im Jahr wird der vollständige Zulagenanspruch erworben.
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