Senioren: Nur sichere Anlagen
Tipp von Redaktion
Wer über sein gesamtes Erwerbsleben hinweg ausreichende Anstrengungen um den privaten Vermögensaufbau betrieben hat, braucht sich im Ruhestand um ein komfortables Auskommen nicht zu sorgen: Investmentfonds, Kapitalabfindungen etc. sollten in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen. Senioren sind nach Ansicht von Vermögensverwaltern gut beraten, sich und ihr Geld im Alter nicht mehr den hohen Risiken der Finanzmärkte auszusetzen, sondern die Vermögenswerte gänzlich sicher anzulegen.
Die Basis eines „Senioren-Depots“ bilden Spareinlagen und Bundeswertpapiere. Zwar lässt sich mit diesen Instrumenten keine hohe Rendite erwirtschaften – im Ruhestand aber steht nicht mehr der Vermögenszuwachs, sondern der Kapitalerhalt im Fokus. Tages- und Festgeldkonten sollten rund die Hälfte des Vermögens abdecken. Mit den Zinsen wird in der Regel ein Ausgleich der Inflation erreicht, in Zeiten hoher Zinsen am Kapitalmarkt kann sogar eine geringe Zusatzrendite erwirtschaftet werden. Bundeswertpapiere schließlich sollten einen weiteren wesentlichen Teil des Portfolios darstellen. Der Fokus sollte hier auf kurzläufigen Papieren mit keinem oder nur sehr geringem Kursrisiko liegen. Finanzierungsschätze mit einer Laufzeit von unter zwei Jahren oder die seit Juli erhältliche Tagesgeldanleihe sind langfristigen Papieren, wie Bundesschatzbriefen oder Bundesanleihen, vorzuziehen.
Offene Immobilienfonds sowie physisches Gold können mitunter eine Ergänzung darstellen, wenn das Vermögen ausreichend groß ist und Kursverluste in Kauf genommen werden können. Die Instrumente stellen eine Versicherung gegen Inflation dar und bieten auch bei sehr großen Krisen einen unvergänglichen Wert.
Tabu sind in jedem Fall Aktien, Zertifikate, Derivate und Investmentfonds. Die Kursrisiken, die mit diesen Assets verbunden sind, können von Anlegern älteren Jahrgangs nicht mehr in Kauf genommen werden und sind deshalb strikt zu vermeiden.
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