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Finanzkrise: Konsequenzen für den Vermögensaufbau


Tipp von Redaktion

Die weltweite Finanzkrise hält Anleger nun schon seit geraumer Zeit in Atem: Dramatische Kursverluste, Zusammenbrüche von Banken und Versicherungen, staatliche Rettungspakete in schwindelerregenden Dimensionen und ganze Staatsbankrotte haben das Vertrauen in das globale Finanzsystem mehr als nur erschüttert. Investoren beginnen, einst unstrittige Dogmen der Kapitalanlage zu hinterfragen und zu überdenken.
Bis vor kurzem galt: Aktien sind die Anlageklasse mit dem höchsten Erwartungswert der Rendite. Ein Blick auf die Wertentwicklung der großen Blue Chips allerdings zeigt, dass der Anlagerfolg in den zurückliegenden zehn Jahren ganz wesentlich vom Einstiegszeitpunkt geprägt war. Gegenwärtig notiert der Deutsche Aktienindex bei nicht viel mehr als 4000 Punkten und damit so niedrig wie in den 90er Jahren. Wer damals in sichere Rentenpapiere investierte, verzeichnet heute eine deutlich bessere Performance und musste darüber hinaus die chaotischen Zustände kurz nach der Jahrtausendwende sowie die im Rahmen der Finanzkrise nicht ertragen.
Nur wer zum Zeitpunkt der Tiefstände investierte, kann sich heute noch über eine ansprechende Rendite freuen. Das in der Betrachtung gemessene Verhältnis von Chancen und Risiken bei der Aktienanlage weicht folglich signifikant von den Annahmen der Wissenschaft ab. Diese Annahmen sind jedoch auch die Grundlage vieler Finanz- und Vermögensplanungen. Inwieweit die bisherigen Szenarien tatsächlich realistisch sind, kann derzeit niemand zuverlässig einschätzen.
Die massive Häufung großer Verluste an den Aktienmärkten, die eine Erklärung des Marktverlaufes anhand der statistischen Normalverteilung hinfällig machen, rechtfertigen Zweifel an der vorbehaltlosen Betrachtung des Assets Aktie als Basisinvestment. Eine stärkere Gewichtung von Renten und Immobilien sowie Edelmetallen wäre demnach die logische Konsequenz. Auch alternative Anlageformen könnten in Zukunft einen höheren Stellenwert genießen.
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